Mittwoch, 22. Oktober 2003
DSL von Arcor - die unendliche Geschichte
Wenn der Auftragsstatus online ständig Rückschritte macht, ist das wohl kein gutes Zeichen. Heute mittag teilte mir das freundliche Abfragetool dann unmissverständlich mit: "Ihr Auftrag wurde storniert."

Aber ich fang doch mal lieber am Anfang an:
Einige Jahre habe ich mich nun davor gedrückt an meinem lahmen analogen Netzzugang irgendwas zu ändern, immer nach dem Credo: "Never change a running system!"
Mitte August war ich dann überzeugt, DSL müsste endlich her und einen Weg, dass zu schaffen ohne meinen Server neu zu konfigurieren hatte ich auch gefunden. Natürlich wollte ich endlich aus den Fängen der Telekom entfliehen und war um so erfreuter als meine Rechnungen ergaben, dass ich monatlich sogar noch Geld spare, wenn ich mich an Arcor wende. Weniger zahlen, nicht mehr T-Net sondern ISDN und eine DSL-flatrate haben, keine Einrichtungsgebühren und zusätzlich der Telekom kein Geld mehr in den Rachen schmeissen müssen - geht's noch besser?

Also flugs online angemeldet (und noch mal 40 Euro gespart). 4-6 Wochen warten war angesagt, aber schon bald (25.8.) waren die Verträge im Briefkasten. Fix ausgefüllt und am selben Tag zurückgeschickt. Am 15.9. war der Auftrag endlich bestätigt und ich konnte online den Status abfragen.
"Die Anschlussleitung wird bestellt." hiess es da von nun an. "Prima", dachte ich, "das ist ja schon fast fertig."

Am 16.9. kam dann gleich die erste Hiobsbotschaft hinterher: "Laut ihrer bisherigen Telefongesellschaft existiert noch ein weiterer Anschlussinhaber [...] Wir bitten Sie, uns das beiligende Kündigungsformular ausgefüllt und von allen Anschlussinhabern unterschrieben einzureichen." - Recht haben sie ja gehabt. Nur leider handelte es sich um meine Ex-Freundin, die sich mittlerweile im Ausland befand. Alles betteln bei der Telekom half nix, den alten Vertrag würde ich nur loswerden, wenn ich irgendwie die Unterschrift meiner Ex beschaffe.

Zwei Tage und eine kommunikative Meisterleistung später hielt ich das vollständig unterschriebene Formular in Händen und beförderte es auf dem Postweg in Richtung Arcor.

Aber eben nur in Richtung Arcor.

Als ich nach geduldigem Warten am 6.10. mal wieder online meinen Auftragsstatus überprüfte, hiess es plötzlich:"Unser Service wird sich zur Klärung einiger Fragen mit ihnen in Verbindung setzen." Oder so ähnlich, zumindest war das die Stufe vor "Die Anschlussleitung wird bestellt." Toll.
Zur Beschleunigung der Angelegenheit habe ich mich dann sofort mit dem Service in Verbindung gesetzt, um das Problem zu erfragen.
Da war meine hart erkämpfte Unterschrift wohl auf dem Postwege verloren gegangen. Aber, kein Problem, die nette Dame am Telefon hat mir das auszufüllende Formblatt gleich wieder per Post zugesandt. Recht bald hatte ich auch die Unterschrift wieder, da sich meine Ex zwischenzeitlich wieder in Deutschland befand.

Am Montag (20.10.) konnte sich dann das ausgefüllte Formular wieder postalisch auf den Weg machen (hab pfiffigerweise 'nen anderen Briefkasten benutzt als beim ersten Mal). Im Vertrauen, dass die Post diesmal ihrem Versprechen nachkommt und die Post am nächsten Werktag zugestellt ist, hab ich dann heute mal wieder den Status überprüft, in der Hoffnung dort wieder "Ihre Anschlussleitung wird bestellt." vorzufinden.

Stattdessen, wie Eingangs erwähnt: "Ihr Auftrag wurde storniert." Es hat dann eine ganze Weile gedauert, bis der freundliche Herr vom Support herausgefunden hatte, was da passiert war (oder er hat mich mitten im Gespräch in der Warteschleife abgestellt und Mittagspause gemacht): Offensichtlich hatte die Dame vom letzten Gespräch dem schlauen Firmenrechner unsere Ergebnisse nicht mitgeteilt. Tja, und da dem nun seit einem Monat keine Neuigkeiten vom "Kunden" vorlagen, hat er den Auftrag wegen "fehlendem Interesse des Kunden" (haha!) automatisch storniert.

Immerhin wird der Auftrag automatisch auch wieder reaktiviert, sobald der Computer von meinem letzten Brief erfährt.

Hoffen wir mal, dass das auch irgendwann passiert.

fup duck

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